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Die Oberstufe ab der 9. Klasse


 

Biografische Höhepunkte in der Oberstufe

 

 

Praktika

 

9. Klasse – Landwirtschaftspraktikum

 

Zum Abschluss des Gartenbauunterrichtes, der bereits in der 5. Klasse begonnen hat, leben und arbeiten die Schüler in der 9. Klasse drei Wochen lang auf einem Bauernhof, der nach biologisch-organischer oder biologisch-dynamischer Methode arbeitet. Es können bis zu zwei Schülerinnen oder Schüler gemeinsam auf einem Hof arbeiten. Sie lernen dort die Lebensrealitäten eines landwirtschaftlichen Betriebes kennen. Durch die praktische Arbeit mit Pflanzen und Tieren kann ein vertieftes Verhältnis zur Natur entstehen.

 

Die Schüler haben die Möglichkeit, die Strukturen und Arbeitsabläufe des Landwirtschaftlichen Betriebes im Überblick zu durchschauen. Es gelingt ihnen, für einzelne Tätigkeiten eigenständige Verantwortung zu übernehmen. Die Erfahrung, eine wichtige Aufgabe eigenständig bewältigt zu haben, kann auch über das Praktikum hinaus helfen, das Vertrauen in die eigenen Kräfte und Fähigkeiten zu stärken.

 

      

10. Klasse - Feldmesspraktikum

  

Die Schüler sollen erleben, wie man genaue Berechnungen durchführen und diese sicher kontrollieren kann. Mathematisch geht es dabei um die Anwendung des Satzes von Pythagoras sowie Sinus- und Cosinussatz.

Schüler, denen das Verstehen komplizierter Zusammenhänge schwer fällt, können durch diesen, mehr die Sicherheit und Zuverlässigkeit betonenden Aspekt, einen neuen Zugang zur Mathematik gewinnen.

Die Schüler sollen nicht nur konkrete Erfahrungen machen, sondern auf diesem fachlichen Gebiet, das ihre Intelligenzkräfte genauso wie ihren körperlichen Willenseinsatz herausfordert, sachlich begründete Selbständigkeit erlangen.

Die Schüler lernen die exakte Herstellung von Landkarten kennen.

 

Die wesentlichen Schritte von der Vermessungsarbeit im Gelände bis zum Zeichnen der Karte werden praktisch durchgeführt. Die meisten Messungen finden in Gruppenarbeit statt. Die Schüler müssen sich über die Verteilung der Arbeit einigen. Das Zeichnen der Karte erfordert von jedem Schüler Sorgfalt und Genauigkeit.

 

 

11. Klasse – Betriebspraktikum

 

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten drei Wochen lang ganztägig in einem Betrieb. Um die Identifikation mit dem Praktikum zu erhöhen, bemühen sich die Schüler selbst um einen Praktikumsplatz.

Dabei ist es den Schülern ist frei gestellt, in welcher Berufsrichtung sie ihren Praktikumsplatz suchen. Das Hauptanliegen ist lediglich, dass die Schüler im Laufe des Praktikums wirklich zu einer sinnvollen Tätigkeit kommen, wo sie – wenn auch nur in begrenzten Rahmen – eigene Verantwortlichkeit übernehmen lernen.

 

Der Schüler ist aufgefordert, sich für seinen „ausgewählten“ Betrieb zu interessieren. Auch ist es Aufgabe der Schüler etwas über die Organisation der Betriebsstruktur, über die Vernetzung des Betriebes mit anderen Einrichtungen, über aktuelle Probleme und Zukunftsaufgaben der betreffenden Branche in Erfahrung zu bringen.

 

Innerhalb der dreiwöchigen Wirtschaftskunde-Epoche wird die Klasse auf das Betriebspraktikum gezielt vorbereitet.

 

 


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